Der Biber gilt als „Ökosystem-Ingenieur“. Mit seinen Dämmen hält er Wasser in der Landschaft zurück und lässt neue Tümpel und nasse Senken entstehen. Diese mildern Dürren, erhöhen die Vielfalt der Lebensräume für Tiere und tragen zur Reinigung des Wassers bei. Interessant ist: Biberdämme können anderen Tieren auch als Brücke dienen.

Zugleich kann der Biber mit dem Menschen in Konflikt geraten, wenn er Grundstücke überflutet oder Gehölze fällt – solche Situationen müssen mit Fingerspitzengefühl gelöst werden. Bei Všeruby (Neumark) setzte er in jüngerer Vergangenheit zum Beispiel Kleingärten am Bach „Hájecký potok“ unter Wasser und gefährdete die Kläranlage.

Im 19. Jahrhundert wurde der Biber in Tschechien ausgerottet. In die Region Všeruby kehrte er in den 1990er Jahren zurück, als er aus Bayern flussaufwärts entlang des Chamb (Kouba) einwanderte. Im Jahr 2025 wurde er zum Thema einer deutsch-tschechischen Begegnung von Schülerinnen und Schülern aus Všeruby und dem nahe gelegenen Eschlkam.

Frage: Welche Tiere können dem Biber in der Natur gefährlich werden?
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Der einzige Beutegreifer, der gezielt Biber jagt, ist der Wolf. Junge Biber können vom Fuchs, vom gebietsfremden Amerikanischen Nerz oder auch vom Luchs angegriffen werden.
Aufgabe für Kinder
Du weißt jetzt, dass Biberdämme anderen Tieren als Brücke dienen können. Spiel selbst einmal Ökosystem-Ingenieur! Such am Wegrand ein paar Stöckchen oder Zweige (brich nichts Lebendes ab!). Bau daraus ein kleines Modell eines Biberdamms – so stabil, dass ein Waldwichtel (oder deine Hand) darüber „gehen“ kann, ohne dass das Bauwerk zusammenfällt.
Auf den Bildern sind Ergebnisse der Projekttage über den Biber und die heimische Natur für Schülerinnen und Schüler aus Všeruby und Eschlkam vom Frühjahr 2025 zu sehen.