Sie stehen am Flüsschen Chamb (Kouba), das 6 km nordöstlich von hier bei der Siedlung Vítovky entspringt. Ein Stück flussabwärts tritt es nach Bayern über, wo es ein Zufluss des Regens ist. Der Regen mündet in Regensburg in die Donau.

Der Name des Flüsschens geht vermutlich auf das keltische Wort „kambos“ zurück – gebogen, gekrümmt. Er verweist auf den gewundenen Lauf mit seinen Bögen und Schleifen. Das spiegelt sich auch in den Namen der Orte entlang des Flusses wider – Eschlkam, Chamerau oder Cham. Cham ist zugleich der Name des gesamten Landkreises, der um ein Viertel größer ist als der Bezirk Taus (Domažlice).
Der Abschnitt, an dem Sie stehen, wurde etwa im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts begradigt. In den 1970er Jahren folgte eine großflächige Entwässerung der umliegenden Wiesen durch unterirdische Dränagen – gut zu erkennen auf dem Luftbild von 1973.

Einen halben Kilometer südöstlich von hier hat der Chamb sein natürliches Flussbett bewahrt. Auf einer Länge von etwa 1,5 km bildet er dort eine natürliche, geschwungene Grenze zu Bayern. Diese Mäander sind nicht nur schön anzusehen: Sie verbessern die Selbstreinigung des Wassers, mildern Hochwasser, fördern die Versickerung ins Grundwasser und schaffen vielfältigere Lebensräume für Tiere.
Etwa 30 m flussabwärts sind die Reste eines Biberdamms zu erkennen. Den heutigen Zustand können Sie mit dem Foto von 2014 vergleichen.

Frage: Flussabwärts wurde am Chamb im Jahr 2009 ein Stausee angelegt. Wissen Sie, wie er heißt?
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In der nahe gelegenen Stadt Furth im Wald findet jedes Jahr das Fest „Drachenstich“ statt.
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Der Drachensee, rund 8 km von hier entfernt – ein besonders guter Platz zum Beobachten von Wasservögeln.
Aufgabe für Kinder
Mach zwei Wettkämpfer bereit: Such dir ein leichtes Blatt und einen größeren Stock. Wirf beide gleichzeitig in die Strömung und schau zu, wie sie vorwärts „fliegen“. Wer ist schneller – der Stock oder das Blatt?